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Ursula Scholz-Bauer
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Bernsteinschmuck im Kristallmuseum

Bernstein (mittelniederdeutsch "Börnsteen" = „Brennstein“) bezeichnet einen klaren bis undurchsichtigen gelben Schmuckstein aus fossilem Harz, aus dem auch ein Holzlack hergestellt wird. Der madegassische Bernstein kann durch chemische Einschlüsse sogar grünlich bis bläulich gefärbt sein – diese seltenen Varietäten sind extrem begehrt und teuer.

Bernstein ist bis zu 260 Millionen Jahre alt. Aus dem zähflüssigen Harz damals lebender Bäume wurde im Laufe der Zeit eine feste Substanz. Somit ist Bern„stein“ nicht mineralisch und zählt folglich streng genommen auch nicht zu den Edelsteinen.
Bernstein gehört zu den ältesten Schmucksteinen. Einige altägyptische Objekte sind über 6.000 Jahre alt. Das wohl berühmteste Kunstobjekt aus Bernstein war das Bernsteinzimmer, das seit dem Zweiten Weltkrieg verschwunden ist. Im Jahr 2004 hat man das Bernsteinzimmer nachgebaut, nachdem bisher unbekannte Fotoaufnahmen gefunden wurden.

Bernstein wird seit alter Zeit als Heilmittel eingesetzt. So schreibt Plinius der Ältere in seiner Naturalis historia, dass auf der Haut getragene Bernsteinamulette vor Fieber schützen.


Der Glaube an die „Kraft des Steins“ findet sich auch in magischen Vorstellungen der Neuzeit wieder - etwa, wenn empfohlen wird, Ehefrauen nachts Bernstein auf die Brust zu legen, um sie so zum Gestehen schlechter Taten zu bringen.

Im Volksaberglauben gilt Bernstein als Schutz vor bösem Zauber und soll Dämonen, Hexen und Trolle vertreiben.
Zermahlener Bernstein wurde innerlich gegen verschiedene Krankheiten eingesetzt, so u. a. bei Nieren-, Gallen-, Leberkrankheiten, bei Problemen im Magenbereich und des Verdauungssystems. Daneben nutzte man ihn als Räuchermittel. Ab dem 19. Jahrhundert wurde das aus Bernstein gewonnene Bernsteinöl zum Einreiben bei Rheuma verwendet.


In der Esoterik gilt Bernstein bis heute als „Heil- und Schutzstein“, der Ängste nehmen und Lebensfreude schenken soll. Um seine volle Wirkung zu entfalten, soll er lange ohne Unterbrechung auf der Haut getragen werden.

Heute ist Bernstein bei vielen Müttern als "Zahnungshilfe" beliebt: Eine Bernsteinkette um den Hals des Babys gelegt soll dem Kind das Zahnen erleichtern und ihm die Schmerzen nehmen.

In unserer Schatztruhe steht für Sie eine Auswahl an geschliffenem und handgearbeiteten Bernsteinschmuck höchster Qualtität zum Verkauf bereit. Besuchen Sie uns doch zu den Öffnungszeiten des Museums oder nehmen Sie Kontakt zu uns auf.